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In Zeiten geklauter Doktortitel, Wonderbra's und aktiengestützer Pensionsvorsorge will auch ich mit der Zeit gehen - und hab sie mir selbstverliehen: Die LIZENZ zum MOTZEN. Frei nach dem Motto "Ich weiß zwar nicht, WIE es geht - aber ich weiß, wie es NICHT geht" sollen hier Dicker-Hals-Gedanken und allerlei Kurioses wider den Hausverstand ein zuhause finden. Auch in Memoriam des verendeten Gästebuchs der Rabensteiner Homepage und als Plattform für jene, die erkannt haben, dass Runterschlucken keine Lösung ist. Mit gestärktem bzw. reanimiertem Hausverstand könnte in Folge auch eventuell die vage Möglichkeit bestehen, vorsichtig Lösungen anzudenken. Und sollte wider Erwarten aus dem Projekt gar Konstruktives entstehen, sehe ich auch kein Problem. Ich versuche mich auch erstmals im sparsamen Umgang mit Smileys und Emoticons weil man hier ohnehin zwischen den Zeilen zu lesen hat.
Wer sich aktiv im Bereich Hausbau/Energiesparen beteiligen will, ist herzlich eingeladen, im Forum von energiesparhaus.at mitzudiskutieren - ich schreibe dort als "2moose". Das ist vorerst besser als ein weiteres halbleeres Miniforum auf der eigenen Homepage.
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März 2012, der sechsundzwanzigste - Lindt killt kurz vor Ostern den Hauswirth-Hasen
Wieder ein Beispiel dafür, wie sinnbefreit der "Schutz" von Markenrechten sein kann: Das österreichische Unternehmen Hauswirth hat sein 60 Jahren den goldenen Schokohasen mit Masche im Sortiment, Lindt dagegen bringt sein Pendant (den mit der leicht unnatürlichen Kopfform und dem fiesen Blick) erst 1995! auf den österreichischen Markt. Der Unterschied: Der Lindt-Hase ist markenrechtlich geschützt - der Hauswirth-Hase nicht ... und so kommt es zu einem langen und für Hauswirth nun auch sehr teuren Markenrechtsstreit, bei dem Lindt gewinnt und den österreichischen Hasen killt. So sieht man auf der Hauswirth-Seite im Moment folgendes Produktfoto:

Waren - Link zu Hauswirth
- Link zur Leserdiskussion
der Standard-Homepage

Drum bitte lieber Osterhase,
lass die Lindt-Schoko zu Hause!

 

November 2011, der einundzwanzigste - Unser batteriebetriebener Planet
Aus gegebenem Anlass - die In- und Outdoor-Weihnachtsbeleuchtung schert schon in den Startlöchern - eine kurze Betrachtung zu der explosionsartigen Verbreitung parasitärer batteriebetriebener Geräte. Wobei "Geräte" schon nicht mehr stimmt, heute ist ja in jedem 50-Cent-Produkt schon ne Batterie drin. Guggst Du zum Hamburger-King McD....s, stechen einem die Gratis-Spielzeuge zum Happy_Meal (früher Juniortüte) ins Aug: Alles blinkt, alles kreischt, alles bewegt sich ... in jedem schrottigen Made in China Viecherl steckt eine Batterie drin. Das Batterietürl natürlich mit einer Spezialschraube verschlossen. Soll ja keiner tauschen  können. Nicht besser sind die unzähligen solarbetriebenen "Ich-würde-gerne-leuchten-aber-mehr-als-funzeln-ist -nicht-drin"-Gartenleuchten. Man sollte meinen, mittlerweile hat der letzte gemerkt, dass sich Minusgrade und aufladbare Batterien nicht vertragen. Ist aber nicht so - schaut man in die Gärten fallen einem viele Sondermülllamperl auf, die gerade noch so hell leuchten, dass man sie mit freiem Auge erkennen kann. ANleuchten tun die schon lang nix mehr. Heuer kommen auch noch die batteriebetriebenen und fernbedienbaren Christbaumkerzen dazu ... jedes davon mit eigener Batterie und eigener Fernsteuerungselektronik. Und nicht zu vergessen: Das Teelicht war gestern - heute ist die batteriebetriebene Plastikfunzel! Zu einem Preis, dass sich nicht mal das Batteriewechseln lohnt. Und das haben sie alle gemein: Kaufen - nutzen - wegschmeißen. Und wieviele Prozent davon landen dort wo sie hingehören - im Elektroschrott? Ach, so klein ... das passt doch in die Restmülltonne. Dort gesellen sie sich zu alten Handys, elektrischen Grabkerzen, Musik-Glückwunschkarten, kaputten Funk-Computermäusen und -tastaturen, MP3-Playern mit zu wenig Speicher, alten Speicherkarten, Digi-Cams, übriggebliebenen Fernbedienungen, Wegwerf-Tintenstrahldruckern und allerlei anderem Zeugs, dass aufgrund der minderwertigen Ausführung eher für den Müll als für den Gebrauch produziert wurde. Was nu? Mensch, spiele wieder ärgere Dich nicht und zünde eine Kerze an! Obwohl ... heute schon im Radio die Meldung kam, dass Kerzen die Feinstaubbelastung im Raum erhöhen. Das Leben ist ja sowas von lebensgefährlich!

Oktober 2011, der dreiundzwanzigste - Gestern war anscheinend eine Party ...
... zu der Erkenntnis kommt man heute, wenn man die Spuren im Ort zu deuten versucht. Hausmauern angepisst, Straße und Gehsteig mehrfach vollgekotzt, Blumen auf der Straße statt im Kistl, eine Mülltonne liegt in der Pielach. Einen Glückwunsch an unseren hoffnungsvollen Nachwuchs und einen an an die Veranstalter! Die einen haben es geschafft, sich wieder mal weit mehr Alk in die Birne zu kippen als diese verkraftet und die anderen haben wieder mal mehr Umsatz gemacht, als die Kids eigentlich flüssig haben. Ob es nicht eine Möglichkeit gibt, diese aufwändige Prozedur mit Zelt, Musik und Personal zu vereinfachen, den Ertrag weiter zu steigern? Ich denke da an das System "Automatisierter Kuhstall". Dort hat man es auch geschafft, das "Futter" nahezu ohne Personalaufwand in die Melkkühe zu bugsieren, den "Ertrag" sauber abzuzapfen und sogar die Ausscheidungen zu verwerten. Eine Steigerung wäre das Ganze intravenös, auf einer Toilette erst sitzend, später davor kniend, zu erledigen. Die Bezahlung könnte unkompliziert über einen Abbuchungsauftrag erfolgen. Raus darf man erst wieder nach vollständiger Magen- und Darmentleerung. Nur so als Anregung.      

September 2011, der zehnte - Es war einmal .... die katholische Kirche
Nun scheint es nach jahrzehntelangen "Bemühungen" seitens der Obrigkeit doch noch gelingen, aus dem "Großverein katholische Kirche" eine kleine elitäre Kommune zu machen. Um es politisch zu formulieren: Der Gang in die Opposition. Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis der letzte engagierte Jungpfarrer, verheizt im Multispagat zwischen 3-4 Pfarren, das Handtuch wirft und es nach den deutschen Modell zu einer Umwidmung einzelner Gotteshäuser kommt. "Großes Interesse zeigen unter anderem die östlichen ... Kirchen ..." hat man in Hamburg festgestellt. Ist ja auch naheliegend, dass diese Gemeinschaftsbauen auch von Gemeinschaften wieder genutzt wurden ... und nicht mehr nur von einer schwindenden Minderheit erhalten. Das würde auch den finanziellen Druck verringern, der sich durch schwindende Kirchenbeiträge bei gleichzeitig immer teurer werdenden Renovierungen aufgebaut hat. Woran man den drohenden Fall ins Koma erkennt? An den verzweifelten Bemühungen "ungehorsamer" Pfarrer, den regungslosen Wal, der sein sein lebendiges Meer selber trockengelegt hat, mit ein paar Kübeln Wasser am Leben zu halten oder gar wieder zum Schwimmen zu bringen. Es ist der Lauf der Zeit, der evolutionsresistenten Organismen den Garaus macht. Irgendwann führen sich die ausufernden Anstrengungen ad absurdum, besonders wenn der Fisch nicht nur am Kopf, sondern schon vor langer Zeit im Ganzen Körper zu stinken begonnen hat. Die Zeiten, in der man die unwissende Bevölkerung mit der Aussicht auf Erlösung oder wahlweise mit Drohungen leiten konnte, sind vorbei ... und der Anspruch auf Vollkommenheit, auf den einzig wahren Weg, scheint in Anbetracht sexueller Übergriffe, Gewalt, unzähliger verleumdeter Kinder, gefühlskastrierter Pfarrer und einer surrealen Weltanschauung nicht mehr nur fraglich - sondern vielmehr weltfremd. Sicherlich, der Mensch braucht auch eine spirituelle Komponente in seinem Leben - aber er braucht auch das eine oder andere Ohr, das Ihm zuhört und sine Nöte, Ängste und Probleme teilt. Er braucht Seelsorge. Und zwar nicht (nur) die Massenseelsorge von oben herab, sondern den persönlichen Kontakt. Weil der schwindet, der zieht sich zusehends aus Nachbarschaft, Gemeinde, Schule, Familie und aus dem täglichen Leben zurück. Er wird immer digitaler, virtueller, internetter. Nicht verstehend, dass dieses Placebo Suchtpotential hat und das Verlangen dabei nur virtuell stillt. Innen drin aber Hunger auf mehr IRL, das "echte" Leben macht. Diese Entwicklung ist möglicherwiese irgendwann mal erkannt, seitdem aber tatkräftigst ignoriert worden. Prunkbauten und warme Popscherl im Winter (in heutigen Zeiten nicht mehr vertretbar beheizbaren Hallen) scheinen viel weiter oben auf der Prioritätenliste zu stehen. 
So zahl ich weiter (mittlerweile pünktlich) meinen Kirchenbeitrag ein ... aber bitte, liebe Kirche: Kauf kein Wasser für den Tropfen auf den glühenden Stein ....kauf Schmerzmittel!

Juli 2011 - Media Markt und Saturn bauen 3000 Bilanzverschlechterer* ab
Ich bin doch nicht geil - aber blöd! ... oder so ähnlich ist die Werbung der beiden Elektroriesen in Erinnerung, die sich medienwirksam werbetechnisch bekriegen und ja doch dem selben Eigentümer gehören. Welchen Sinn das hat? Aus dem gleichen Grund, warum B illa quasi mitarbeiterfreundlich am 8. Dezember geschlossen hält, um den Umsatz auf die anderen vier konzernangehörigen Supermärkte und Diskonter zu verschieben. Die von den gleichen Zentrallagern beliefert werden.
Wünschen wir den 3000 Mitarbeitern dass sie anderswo unterkommen - vielleicht in den unzähligen kleinen Elektrikerbetrieben denen wir geizgeilen Kunden vorher das Wasser abgegraben haben.
*Mitarbeiterabbau bedeutet weniger Fixkosten bedeutet höhere Aktienkurse. Das freut die Aktionäre der Metro AG ... sofern sie nicht unter den 3000 Bedauernswerten sind.

Dauerthema 3203: Ist ein Supermarkt im Ortskern eine Bereicherung der Nahversorgung oder deren Untergang?
Das Lebensmittelloch nach Sassmann und Schönbeck scheint mit Helgas Kaffeestube, Rabensteiner Bioladen und Lebensmittelecken bei Schmit und Penzenauer geschlossen zu sein. Geht man nach dem Einkauf im kommenden SPAR noch um die Wurscht zum Fleischhauer, ums Semmerl zum Bäcker, um den Kaffee zum Nahversorger und um die Bio-Milch zum Bioladen? ... oder nimmt man es praktischerweise gleich im Supermarkt mit? Wo es doch oft auch noch billiger ist? Die Wahrheit wird wohl dazwischen liegen und die Zukunft wird es weisen wie der Kampf "Hausverstand gegen Vorurteil" ausgeht.

Anfang 2011: Photovoltaikruine Österreich - oder: Wie schafft man es, dem PV-Boom nicht nur einmal, sondern mehrfach, regelmäßig und nachhaltig den Garaus zu machen?
Was die wenigsten wissen: Österreich ist ein führendes Herstellerland photovoltaischen Equipements und gleichzeitig ein "Schwellenland" in der Anwendung dieser Produkte. Das deutsche Bundesland Bayern (es gibt dort gutes Essen, ist also gar nicht sooo weit weg) generiert mehr als 2% der gesamten Energieproduktion aus Photovoltaik - in Österreich schaffen wir 0,4 Promille! Quelle: PvAustria 10 Missverständnisse zum Thema Photovoltaik
Zu dem Tema zitiere ich mich selbst: Ich glaub dass der Dezentralität die Zukunft gehört
Energie über weite Strecken zu transportieren ist teuer und verlustbehaftet. Da die Entwicklung der PV als Erzeuger schneller voranging als jene der Elektroautos als Speicher und Verbraucher gibts jetzt eine kurze Durststrecke. Wir schaffens selbst mit einigem Zutun jetzt im Sommer bei 3,53kWp nicht über 30% Eigenverbrauch zu kommen, trotz Wärmepumpe fürs Warmwasser. Wir sind einfach zu effizient (WP el. Leistung 600W). Wenn aber ein oder E-Autos vor der Tür stehen (bzw. wo sie dann stehen - Arbeit, zu Hause, Freizeit - ist ja wurscht wenn die Zähler alle intelligent werden) kann das als Speicher dienen und zur Spitzenlastabdeckung im Winter und/oder Nachts. Wenn dazu die Batterie auf 70 oder 80% entladen wird, tuts keinem weh und macht vielleicht das Hochfahren des einen oder anderen kalorischen Kraftwerks unnötig. Wenn, ja wenn ... E-Geräte mit Effizienzklasse D verschwunden sind und Infrarotstrahler auf der Terrasse vom Hausverstand entsorgt werden ;-)
PV wird aber nie alles abdecken können und es macht auch keinen Sinn, mit enormem Aufwand bei wenig Effizienz alles Speichern zu wollen. Solange wir in Ö einen so großen Wasserkraftanteil haben und der Wind auch noch da ist. Der Mix machts - wobei man in Ö kein gutes Händchen dabei hat, ALLE Erneuerbaren am Leben zu halten ... geschweige denn, sie wachsen zu lassen. Wir haben hier im Land eine Stop-And-Go-Förderpolitik die sehr sehr viel Potential im Nirvana verpuffen lässt. Ein Jahr 50% Förderung, das nächste 0 ... und das ned zum ersten Mal.
In die (stete Lauf-)Wasserkraft würde ich hierzulande nicht zu hohe Erwartungen setzen ... ehemals stattliche Flüsse wie Pielach und Traisen gleichen im Sommer oft einer Gelsenzuchanstalt - fließen tut da kaum was ... und wenn doch, ist es ein unbeherrschbares Hochwasser. Kleine Bäche trocknen oft zur Gänze aus. Dazu ist unser Klima zu unstet geworden.
Vorsicht
Lösungsansatz: Die Photovoltaikanlage in Bild und in Ertragszahlen am stroHaus.
VorsichtMöglichkeit zum Schlaumachen: Das allwissende internationale Photovoltaikforum mit Österreichabteilung - bin dort (selten) als "stroHaus" zugegen.

Februar 2011 - Hierher passt er jetzt: Ein für stroHaus.at geschriebener aber nie veröffentlichter Beitrag
mit dem Titel "mir scheint".

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Impressum: Bernhard Treitl, Sonnensiedlung 4, A-3203 Rabenstein, sackgasseÄTaon.at (ÄT durch @ ersetzen)
Mit Fini aktiv auf www.stroHaus.at